Maßnahmen zur Infektionsprävention beim neuartigen Nipah-Virus

13. März 2026
Two nurses conversing in a hospital

Das Nipah-Virus ist ein zoonotischer Erreger, das heißt, es wird von Tieren auf den Menschen übertragen. Die Flughunde oder Fruchtfledermäuse sind das natürliche Reservoir des Nipah-Virus. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich. Das Nipah-Virus wurde erstmals in 1999 in Malaysia identifiziert. Regelmäßige Epidemieausbrüche treten in Bangladesch und Indien auf. Mitte Januar wurden in Ostindien 5 Infektionsfälle bestätigt, was zur Quarantäne von etwa hundert Personen führte. Das Nipah-Virus ist eine große Sorge für die Gesundheitsbehörden aufgrund seiner Fähigkeit, mehrere Tierarten zu infizieren, und weil die Sterblichkeitsrate beim Menschen zwischen 40 % und 75 % liegt. Als Infektionsschutzspezialisten unterstützen wir Gesundheitseinrichtungen bei der Umsetzung der Infektionspräventionsmaßnahmen.

GATTUNG

  • Nipah-Virus oder Henipavirus nipahense

  • Behülltes Virus mit RNA-Genom aus der Familie Paramyxoviridae 

 

 

ÜBERTRAGUNG

  • Übertragung von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt (Hände) oder durch Einatmen kontaminierter Tröpfchen. 

  • Eine Übertragung ist auch durch Kontakt mit infizierten Tieren möglich.

 

 

SYMPTOME

Asymptomatische Infektion, akute Atemwegsinfektion oder neurologische Erkrankung. Häufige Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Husten, Atembeschwerden und Enzephalitis.



INKUBATIONSZEIT

4 bis 14 Tage

  

IMPFSTOFF
Keine spezifische Behandlung oder Impfstoffe verfügbar.



EMPFOHLENE WIRKSAMKEIT
Viruzide Wirksamkeit gegen behüllte Viren gemäß der Norm EN 14476 am Vacciniavirus.

Maßnahmen zur Infektionsprävention

FÜR GESUNDHEITSFACHKRÄFTE – VERSTÄRKTE STANDARD-VORSICHTSMASSNAHMEN

  • Händehygiene mit einem alkoholbasierten Handdesinfektionsmittel (wenn die Hände sichtbar sauber und trocken sind) mit einem Maß an Compliance
  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA):OP-Maske oder FFP2-Maske, Schutzbrille bei Kontakt mit kontaminierten Patienten, Handschuhe und Kittel bei engem Patientenkontakt (z. B. Waschen) sowie mit Körperflüssigkeiten. 
  • Oberflächendesinfektion mit Produkten, die gegen behüllte Viren wirksam sind.
  • Ordnungsgemäße Abfall- und Textilverwaltung.



FÜR ALLE PATIENTEN

Händehygiene mit Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis.



BEI PATIENTEN MIT VERDACHT AUF INFEKTION (Husten + Fieber)

  • Tragen Sie eine chirurgische Maske, verwenden Sie ​​​​alkoholbasierte-​​​​​​​Händedesinfektionsmittel
  • Bringen Sie Patienten in einem vorher festgelegten Einzel-Isolationszimmer unter.
  • Starke Infektionspräventionsmaßnahmen bleiben essenziell, um Patienten und Gesundheitsfachkräfte zu schützen, und Ecolab verpflichtet sich, Gesundheitsfachkräfte bei jedem Schritt ihrer Arbeit zur Infektionsprävention zu unterstützen.

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